Der Fokus auf die Generation 50 plus darf nicht verloren gehen! Am Arbeitsmarkt richtet sich momentan alle Aufmerksamkeit auf die Generation Z. Das ist bloß eine der aktuell vier(!) Generationen, die sich am Arbeitsmarkt befinden. Vergessen Sie deshalb nicht auf die älteren Arbeitnehmer am Arbeitsmarkt. In der aktuellen Situation könnte genau das ein enormer Vorteil für Ihr Unternehmen sein. Wieso? Deshalb...!
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Der Fokus auf die Generation 50 plus darf nicht verloren gehen! Am Arbeitsmarkt richtet sich momentan alle Aufmerksamkeit auf die Generation Z. Das ist bloß eine der aktuell vier(!) Generationen, die sich am Arbeitsmarkt befinden. Vergessen Sie deshalb nicht auf die älteren Arbeitnehmer am Arbeitsmarkt. In der aktuellen Situation könnte genau das ein enormer Vorteil für Ihr Unternehmen sein. Wieso? Deshalb…!
Generation 50 plus, Over-50s, Best Agers – wie auch immer man die Gruppe der Personen über 50 Jahren im Recruiting-Bereich nennen mag: Ältere Arbeitnehmer sind gerade jetzt eine große Bereicherung für Unternehmen. Vor allem wegen des anhaltenden Fachkräftemangels könnte man meinen, Arbeitgeber würden sich nur so um sie reißen.
In der Realität ist das Gegenteil der Fall: Für über-50-Jährige gestaltet sich die Jobsuche immer noch deutlich schwieriger als für ihre jüngeren Mitbewerber. Und das, obwohl die Benachteiligung aufgrund des Alters als Diskriminierung gilt und strafbar ist. Die gute Nachricht: Immer mehr Unternehmen setzen bewusst auf die Generation 50 plus – aus guten Gründen. Sie haben den Wert dieser Generation erkannt!
Immer mehr Unternehmen erkennen den Wert der Generation 50 plus für ihr Unternehmen.
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Warum haben es ältere Arbeitnehmer (50 plus) schwerer am Arbeitsmarkt?
Eines der größten Probleme für Arbeitsuchende der Generation 50 plus hat außerdem nichts mit ihnen selbst oder ihren Qualifikationen zu tun. Es besteht allzu oft in veralteten und zu unrechten Vorurteilen der Arbeitgeber.
Häufige Vorurteile: Mitarbeiter der Generation 50 plus…
… sind oft zu teuer.
… haben zu wenige IT-Kenntnisse und kaum Verständnis für technische Veränderungen.
… sind weniger motiviert, flexibel, belastbar und lernfähig.
… haben außerdem mit Krankheit und gesundheitlichen Herausforderungen zu kämpfen.
Wissenswert: Beim Besetzen von Führungspositionen ist jedoch ein höheres Alter in der Praxis meist weniger problematisch und sogar erwünscht.
Warum die Vorurteile gegenüber der Generation 50 plus nicht stimmig sind:
Gehalt Auch wenn das Gehalt älterer Arbeitnehmerinnen tendenziell höher ist: Die Kosten für Recruiting, Einarbeitung und Ausbildung von Over-50s können deutlich geringer ausfallen als bei Berufsneulingen. Außerdem wechseln junge Mitarbeiter häufiger den Job. Das bedeutet zusätzliche Kosten für das Unternehmen. Und: Die Praxis zeigt, dass die Generation der über-50-Jährigen durchaus zu Kompromissen in puncto Gehalt bereit sind. Andere Jobfaktoren sind dieser Zielgruppe wichtiger als Geld.
Technisches Know-how Es mag in der Sache der Natur liegen, dass Digital Natives der Generation Z von Grund auf ein breiteres Verständnis im IT-Bereich mitbringen als Best-ager. Aber: Digitales Know-how kann Älteren durch Aus- und Weiterbildung vermittelt werden. Unterschätzung der Generation wäre hier ein großer Fehler.
Motivation, Werte, Flexibilität Dieser Aspekt ist höchst individuell zu betrachten. Oft sind es jedoch gerade ältere, die eine hohe Arbeitsmotivation, gefestigte Wertepalette und Einstellung zur Arbeit sowie Bereitschaft zum (lebenslangen) Lernen mitbringen. Außerdem ist im Alter von über 50 Jahren die Familienplanung in der Regel abgeschlossen. Diese Generation ist oft sogar flexibler als junge Mitarbeiter. Nicht zu vergessen: Die Generation der 50-Jährigen haben immer noch rund 15 Arbeitsjahre vor sich!
Gesundheit und Fehlzeiten Noch nie waren ältere Menschen so gesund und fit, wie sie es heute sind. Selbst wenn Seh- und Hörvermögen mit der Zeit abnehmen: Hilfsmittel wie Kontaktlinsen und Hörgeräte gleichen diese Alterserscheinungen mittlerweile leicht aus. Abnehmende Beweglichkeit und kognitive Veränderungen werden durch Stärken wie Erfahrung und Wissen wettgemacht. Das Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung (WFO) hat dazu im Dezember 2021 eine Studie veröffentlicht. Der Fehlzeitenreport vermittelt einen Überblick über Entwicklung und Verteilung der gesundheitlich bedingten Fehlzeiten in Österreich.
Interessant: Junge Personen fallen öfter als Personen höheren Alters infolge einer Krankheit oder eines Unfalls an ihrem Arbeitsplatz aus. Vor allem Personen bis 19 Jahre aber auch die Altersgruppe der 20- bis 24-Jährigen weisen eine deutlich überdurchschnittliche Krankheitsinzidenz auf.
Wer älteren Semestern die Chance gibt, sich selbst zu beweisen, kann von erfahrenen und treuen Fachkräften profitieren.
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Welche Vorteile bringen ältere Arbeitnehmer?
Vor allem das Leben der über-50-Jährigen hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Natürlich dürfen nie alle Angehörigen einer Gruppe in einen Topf geworfen werden. Grundsätzlich gibt es aber Eigenschaften und Fähigkeiten, die insbesondere ältere Arbeitnehmerinnen auszeichnen:
geringe Bereitschaft, vor der Pensionierung noch den Job zu wechseln (wenig Fluktuation)
hohe Loyalität gegenüber dem Unternehmen
Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen
gute Ausbildung
Flexibilität – finanziell und zeitlich
großes Netzwerk
Fähigkeit, effizient zu priorisieren
Disziplin und Zuverlässigkeit
Relevanz im Sinne von Diversität
Souveränität im Umgang mit Problemen
Selbstbewusstsein und Durchsetzungsvermögen
Weitsicht
Neugierde und Lernbereitschaft
Geschätzte Personalverantwortliche,
fällt Ihnen etwas beim Lesen auf? Im Gespräch mit Recruitern wird klar, dass einige der genannten Eigenschaften, scheinbar bei der jüngeren „Ich-Generation“ kaum noch vorhanden sind oder schlichtweg keine große Bedeutung für sie haben. Was den jüngeren oft fremd erscheint, gehört bei den Ü50-ern zum Standard.
Innerhalb eines Teams oder Unternehmens sind gerade ältere Kollegen oft die erste Anlaufstelle bei Problemen. Das kann insbesondere in Beratungs- und Dienstleistungsberufen von Vorteil sein. Weil sie gegenüber (gleichaltrigen) Kunden häufig einen besonders guten Eindruck machen und dadurch mehr Vertrauen geschenkt bekommen.
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Wie gewinnen Unternehmen Mitarbeiter über 50 für sich?
Auch Sie wollen von den Skills der Generation 50 plus profitieren? Gratulation zu diesem Schritt! Wir haben dazu einige Tipps für Sie!
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Passen Sie Ihre Recruiting-Strategie an die älteren Arbeitnehmer an!
Das Rekrutieren älterer Mitarbeiter setzt andere Maßnahmen voraus als das Gewinnen von Angehörigen jüngerer Generationen. Daher sollten Sie Ihre Anforderungen neu definieren und die Bedürfnisse der Over-50s in Ihrer Employer-Branding-Strategie berücksichtigen. Statt Social Media Recruiting auf TikTok und YouTube werden Sie bei der Suche nach den Best Agers etwa eher auf klassische Karriere-Portale setzen. Achten Sie dabei darauf, dass Ihr Karriereportal auch „barrierefrei“ gebaut ist. Wir von eRecruiter helfen Ihnen dabei gerne, Ihr Karriereportal zu optimieren. Sowohl SEO-optimiert, als auch barrierefrei.
Tipp: Erstellen Sie eine eigene Candidate Persona und finden Sie den idealen Kandidaten für die zu besetzende Stelle!
Setzen Sie in ihrem Recruiting auf gezielte Maßnahmen für die Generation 50 plus, um diese für sich zu gewinnen.
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Schaffen Sie attraktive Voraussetzungen am Arbeitsplatz für ältere Semester!
Manche Arbeitgeber schicken ihre älteren Mitarbeiter vorzeitig in die Pension (lt. Statistik Männer häufiger als Frauen). So gehen geübte Fertigkeiten und wertvolles internes Wissen zugunsten einer vermeintlichen Kostenersparnis verloren. Deshalb raten Experten: Machen Sie es anders und profitieren Sie von Ihren „Goldies“! Ein sanfterer Weg zur Pensionierung ist der Übergang durch eine schrittweise Altersteilzeit. Möchten Sie Ihre Mitarbeiterinnen länger am Arbeitsplatz behalten, schaffen Sie etwa spezifische Angebote um das Mitarbeiterengagement zu fördern! Programme wie Fit2work oder regelmäßige gesundheitsfördernde Maßnahmen tragen außerdem zu einem gesunden Miteinander von Jung und Alt bei.
Nutzen Sie Förderungen für die Generation 50 plus!
Ein relevantes Förderangebot ist zum Beispiel die Beschäftigungsinitiative 50+ zur Integration älterer Arbeitnehmer des Bundesministeriums für Arbeit. Ebenfalls interessant: die „come back“ Eingliederungsbeihilfe des AMS für die Anstellung von Arbeitslosen ab 50 Jahren. Auch die einzelnen Bundesländer bieten unterschiedliche Förderungen für Unternehmen an, die bewusst auf Arbeitnehmer der Generation 50 plus setzen, etwa Wien mit seiner „Joboffensive 50plus“.
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Best Practice Beispiele mit Generation 50 plus Arbeitnehmern
Viele Unternehmen haben die Bedeutung des Rekrutierens älterer Arbeitnehmer bereits erkannt:
Deutsche Bahn Weil ein Großteil der Belegschaft in den nächsten Jahren in Pension gehen wird, hat die Deutsche Bahn ihren Kriterienkatalog ausgeweitet. Das Unternehmen sucht neben Ex-Soldaten und Studienabbrechern dezidiert nach Menschen über 50. Die Mitarbeiter sollen zu Lokführern, Gleisbauern und IT-Spezialisten ausgebildet werden. Zu den Maßnahmen zählt ein langfristiges Generationenmanagement. Hier erfahren Sie mehr dazu.
Otto Das deutsche Versandunternehmen setzt ebenfalls auf Diversity. Es gründete dazu #experienced, ein eigenes Netzwerk für ältere Mitarbeiter. Darüber hinaus sollen altersgemischte Teams, E-Learning und Workshops für Führungskräfte sowie weitere Maßnahmen helfen, (nicht ausschließlich) altersbezogene Vorurteile abzubauen und eine erfolgreiche Mehrgenerationen-Arbeitswelt zu schaffen. Weitere Einblicke gibt es hier.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ältere Arbeitnehmenr sowohl heute als auch morgen erfolgreich sein werden. Die Generation 50 plus leistete bisher bereits einen erheblichen Beitrag zum Aufbau und Funktionieren unserer Wirtschaft und Gesellschaft. Deshalb stehen Unternehmen in der Verantwortung, auch diese Generation zu fördern. Dabei sollten sie die Bedingungen, die sie betreffen, auf dem Arbeitsmarkt verbessern.
Außerdem profitieren beide Seiten: einerseits in Hinblick auf den aktuellen Fachkräftemangel und andererseits auf eine Zukunft, in der die Lebenserwartung der Menschen weiterhin steigen wird.
* Um unsere Texte möglichst lesefreundlich zu gestalten, verzichten wir darin auf die gleichzeitige Verwendung von männlichen und weiblichen Sprachformen. Dennoch ist uns wichtig, dass sich alle von uns angesprochen fühlen. Daher verwenden wir die männliche und die weibliche Form im Wechsel. Damit sind immer alle anderen Formen gleichermaßen mitgemeint.
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