Seit die Coronakrise die Arbeitswelt beeinflusst, bleibt die berufliche Weiterbildung oft auf der Strecke. In manchen Unternehmen ist die Durchführung von betrieblichen Maßnahmen zur Personalentwicklung quasi zum Stillstand gekommen. Wir verraten Ihnen, warum gerade jetzt Mitarbeiterentwicklung wichtig ist.
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Seit die Coronakrise die Arbeitswelt beeinflusst, bleibt die berufliche Weiterbildung oft auf der Strecke. In manchen Unternehmen ist die Durchführung von betrieblichen Maßnahmen zur Personalentwicklung quasi zum Stillstand gekommen. Wir verraten Ihnen, warum gerade jetzt Mitarbeiterentwicklung wichtig ist.
Jeder fünfte Arbeitnehmer* hat aktuell keine berufliche Weiterbildung geplant, Angestellte bleiben im Homeoffice oft sich selbst überlassen – wie der Standard berichtete. Vielen Unternehmen fehlt schlicht und einfach das Geld oder das Know-how für digitale Weiterbildung. Die Folge: Trainings und Schulungen werden abgesagt oder auf unbestimmte Zeit verschoben.
Warum Mitarbeiterentwicklung gerade jetzt wichtig ist
Gleichzeitig legen Unternehmen bei der Mitarbeitersuche – parallel zur Digitalisierung – immer mehr Wert auf digitales Know-how und weitere Qualifikationen wie Sprachkenntnisse. Aus gutem Grund: Gerade jetzt ist es wichtig, Future Skills zu fördern und den Arbeitnehmern zu helfen ihre Kompetenzen in Richtung Zukunft zu erweitern!
Das Fördern der Fähigkeiten der Mitarbeiter kann nicht nur einen entscheidenden Vorsprung im War of Talents und in Zeiten eines markanten Fachkräftemangels bedeuten. Auch in Sachen internes Employer Branding sammelt man mit einem Weiterbildungsangebot Pluspunkte am Puls der Zeit.
Für Personalentwickler und
Führungskräfte bedeutet das: Der interne Weiterbildungsbedarf muss gedeckt und
neue digitale Lösungen müssen gefunden werden.
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Personalentwicklung im Home Office
Für HR-Verantwortliche heißt das:
Mitarbeiter aktiv zu begleiten und sie dabei zu unterstützen, selbstgesteuert und kollaborativ zu lernen.
Gezielte Maßnahmen für das Optimieren der Arbeit im Homeoffice zu ergreifen.
Flexibles Lernen zu ermöglichen und zwar genau dort, wo es gerade gebraucht wird – unabhängig vom Schulungskalender.
Selbst den Anschluss an neue Entwicklungen zu behalten.
2
Neue Lösungen müssen her!
Alte Fortbildungsprogramme anzupassen ist im Sinne der Mitarbeiterförderung zu wenig. Weiterbildung muss gänzlich neu gedacht und den Anforderungen der digitalen Welt gerecht werden. Das verlangt nach neuen Qualifizierungskonzepten und nach einer zeitgemäßen Strategie. Es gilt, langfristig Raum für die Gewinnung der notwendigen Kompetenzen zu schaffen, welche die Digitalisierung erfordert.
Aber: Schon einfache Maßnahmen und kleine Schritte können große Wirkung zeigen – zum Beispiel virtuelle Lerntandems im Team.
Virtuelle Lerntandems können ein erster Schritt sein, um Weiterbildung an die digitalen Anforderungen anzupassen.
Bedarfsorientierte Personalentwicklung
Mitarbeiter müssen zunehmend lernen, dass sie für ihre eigene Weiterbildung mitverantwortlich sind. In der Regel wissen Arbeitnehmer ganz gut, was ihnen an Qualifikationen fehlt. Eine nachfrageorientierte, individualisierte Personalentwicklung sollte daher in der Unternehmenskultur verankert sein. Das Ziel: eine selbstgesteuerte und selbstverantwortliche Entwicklung von Kompetenzen.
Bildungsmaßnahmen einfach „zu verordnen“, kann
langfristig nicht funktionieren. Bedenken Sie, dass sich viele Arbeitnehmer im
Homeoffice bereits zahlreiche neue Skills eigenständig angeeignet haben. An
Motivation zur Weiterbildung mangelt es also in den meisten Fällen bestimmt
nicht. Je mehr digitale Ressourcen zum Wissensgewinn zur Verfügung gestellt
werden, desto besser!
Tipp
Starten Sie mit einer Umfrage, um den Lernbedarf im Team zu ermitteln! Was wünschen sich Ihre Mitarbeiter? In welchen Bereichen fehlt es an Wissen oder Fertigkeiten? Bevorzugen sie Präsenz-Lernen oder E-Learning?
Lösungen zur Weiterbildung im Homeoffice
Die alternativen Entwicklungsmöglichkeiten sind zahlreich. Ob Führungskräfte-Training, Business-English-Kurse, die Umschulung zum Social-Media-Experten oder ein virtuelles Master-Studium – die Rolle der HR-Abteilung ist klar: Sie muss der Innovationstreiber für digitale Weiterbildung sein. „Neues ausprobieren“ lautet das Motto.
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Neue Lernformen im Überblick
E-Learning:Das interaktive Lernen über digitale Medien. Virtuelle Klassenräume, Video- Chats in Lerngruppen und weitere Vermittlungsarten ermöglichen praxisnahes Lernen und einen Austausch mit anderen Lernenden.
Webinar: Web-Seminare oder -Schulungen sind Fortbildungen via Computer, die live übertragen werden – meist mit festgelegtem Start- und Endzeitpunkt.
Fernstudium: ortsunabhängiges Studieren in Eigenregie, ohne festen Zeitplan, am „Online Campus“ und mit fixen Ansprechpartnern.
Blended Learning (auch integriertes Lernen): Kombination aus Online-Lernen und klassischem Präsenzunterricht
E-Book:Fachliteratur direkt am Bildschirm oder E-Reader
Podcast:eine Art Blog, meist im Audioformat, der regelmäßig erscheint (Pod = play on demand).
TED-Talks: Experten-Talks von maximal 18 Minuten zu innovativen Themen wie Technologien, Business, Kultur, Kunst und Wissenschaft (TED = Technology, Entertainment, Design).
Lernvideos:Das soziale Netzwerk LinkedIn stellt zum Beispiel Videokurse zum Thema „Erfolgreich im Homeoffice arbeiten“ kostenlos zur Verfügung.
Bei aller Innovationskraft sind nicht-digitale Lösungen wie Fachliteratur, Workshops, Supervisionen etc. nicht gänzlich zu vernachlässigen. Die Hauptsache: Unterstützen Sie Ihre Mitarbeiter dabei, die angebotenen Tools konstruktiv zu nutzen!
Neben all den digitalen Weiterbildungsmöglichkeiten, sollten aber auch nicht-digitale Lösungen, wie Fachliteratur nicht vernachlässigt werden.
Tipp
Mithilfe von mobilen Endgeräten wie Smartphones ist das Wissen immer genau dort, wo es benötigt wird. Kurzvideos, interaktive Communitys, FAQ und Co. können in sogenannten „moments of need“ schnell über die Cloud aufgerufen werden und helfen beim situationsbezogenen Lernen. Setzen Sie daher auch auf mobil verfügbare Weiterbildungs-Lösungen!
Schulungserfolge überprüfen
War das Webinar sinnvoll?
Was hat die Online-Zertifizierung
wirklich gebracht?
War der Videokurs qualitativ
hochwertig?
An welche Inhalte erinnern sich die
Mitarbeiter nach ein paar Monaten noch?
Wie viel vom Gelernten können die Mitarbeiter
in ihrem Arbeitsalltag umsetzen?
Diese und ähnliche Fragen werden von Unternehmen nur selten gestellt. Dabei ist die Evaluierung der Effektivität von Qualifizierungsmaßnahmen mitentscheidend für die Qualität und den langfristigen Erfolg der Fortbildungen. Häufig mangelt es an Messsystemen und Zertifizierungen.
Tipp
Entwickeln Sie Ihre eigenen Kennzahlen (KPIs), die zur Unternehmensstrategie passen! So können Sie etwa die Mitarbeiterzufriedenheit, den Kompetenzzuwachs oder die Produktivität untersuchen, um den individuellen Mehrwert von Personalentwicklungs-Maßnahmen sichtbar zu machen.
4
Weiterbildung im Homeoffice – auch für Recruiter!
Nur wenn eine Weiterentwicklung auch innerhalb der HR-Abteilung gelingt, kann die Krise zur echten Chance für die Personalentwicklung im Homeoffice werden.
Bilden Sie sich selbst im digitalen Bereich weiter!
Informieren Sie sich laufend über aktuelle Trends und innovative E-Learning-Angebote!
Überlegen Sie, wie Sie analoge Lerninhalte digitalisieren können!
Gehen Sie nachhaltige Kooperationen ein, zum Beispiel mit Hochschulen!
Greifen Sie Ihren Mitarbeitern beim digitalen Lernen unter die Arme!
Auch innerhalb der HR-Abteilung sollte Weiterbildung eine wichtige Rolle spielen.
5
Wissen bringt Erfolg
Neue Lernwelten eröffnen sich. Sie sind individuell, flexibel und effizient … dazu unabhängig von Zeit und Ort … und oft kostengünstiger als konventionelle Bildungsmethoden. Grund genug, sich den digitalen Bildungstechnologien zu öffnen. Denn: Sie stecken voller Chancen.
Wenn …
… Mitarbeiter zu selbstständigem Lernen motiviert werden,
auf nachfrageorientierte Kompetenzerweiterung fokussiert wird,
Maßnahmen zur Personalentwicklung mit unternehmensinternem Monitoring einhergehen und
HR-Verantwortliche selbst digitale Weiterbildung leben,
kann die Digitalisierung langfristig ein entscheidender Erfolgsfaktor für Unternehmen sein.
Fazit
Unser Tipp: Bleiben Sie am Ball – denn der digitale Fortschritt ist unaufhaltsam, und Bildungsmaßnahmen jeder Art müssen diesem Trend gerecht werden!
* Um unsere Texte möglichst lesefreundlich zu gestalten, verzichten wir darin auf die gleichzeitige Verwendung von männlichen und weiblichen Sprachformen. Dennoch ist uns wichtig, dass sich alle von uns angesprochen fühlen. Daher verwenden wir die männliche und die weibliche Form im Wechsel. Damit sind immer alle anderen Formen gleichermaßen mitgemeint.
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