Das Recruiting der Zukunft wird zu einem großen Teil in den Sozialen Medien stattfinden. Dennoch bleibt das Potenzial von Xing, Facebook und Co. im Personalmarketing bisher vielfach ungenutzt. Warum sich das dringend ändern sollte, erfahren Sie in diesem Beitrag.
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Das Recruiting der Zukunft wird zu einem großen Teil in den Sozialen Medien stattfinden. Dennoch bleibt das Potenzial von Xing, Facebook und Co. im Personalmarketing bisher vielfach ungenutzt. Warum sich das dringend ändern sollte, erfahren Sie in diesem Beitrag.
Erinnern Sie sich an die Zeiten, in denen Bewerber* reihenweise um einen Job buhlten? Heute ist es umgekehrt – das Blatt hat sich gewendet: Unternehmen müssen versuchen, Talente aktiv anzusprechen und im „War of Talents“ für sich zu gewinnen. Kaum ein Kommunikationsbereich ist dafür so gut geeignet wie Social Media.
Viele Unternehmen bzw. Recruiter haben das bereits erkannt. Dennoch stehen die eigene Unternehmens-Website und große Jobportale immer noch ganz oben auf der Liste der Recruiting-Kanäle. Werfen wir sodann einen Blick auf die Nutzerzahlen der Sozialen Medien, wird schnell klar: Das Potenzial ist groß!
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Social Media Recruiting ist die Zukunft
Allein in Österreich gibt es mehr als sieben Millionen Social Media-Nutzer. 37 Prozent davon besuchen Soziale Medien täglich. Allen voran: die Gruppe der 16- bis 24-jährigen. Die drei beliebtesten Plattformen sind WhatsApp, YouTube und Facebook.
Wirft man einen Blick auf die Seite der Unternehmen, zeigt sich ein anderes Bild: Am liebsten werden Facebook und die Karrierenetzwerke Xing und LinkedIn für Aktivitäten des Personalmarketings und Employer Branding genutzt. WhatsApp und Instagram sind hingegen nur selten in Verwendung.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Social Media Recruiting ist die Zukunft. Doch der Reihe nach:
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Was ist Social Media Recruiting?
Kurzgefasst ist Social Media Recruiting – auch Social Recruiting – die Personalbeschaffung über soziale Netzwerke. Das kann sämtliche Maßnahmen des Personalmarketings betreffen. Die Recruiting-Methode basiert auf der Nutzung von Userdaten aus Social Media. Diese werden zum zielgruppengerechten Umwerben von Nutzern durch direkte, aktive Ansprache und bezahlte Werbung verwendet.
Social Media Recruiting = Personalbeschaffung über soziale Netzwerke; dabei werden Nutzer direkt und aktiv angesprochen.
Aufgaben und Ziele von Social Recruiting im Überblick
langfristige Bindung von Talenten und Aufbau eines Talente-Pools
Content-Marketing durch Veröffentlichen von aktuellen und nutzenstiftenden Inhalten
Millionen von Nutzern tummeln sich täglich in den Sozialen Medien. Da ist es beinahe schon fahrlässig, als Unternehmen dort nicht präsent zu sein. Die meiste Zeit verbringen User jüngerer Generationen auf Social Media. Klassische Medien sind für sie kaum mehr interessant. Die Chancen dieser Entwicklung sind zahlreich.
Persönliche Ansprache und schnelle Interaktion
Der größte Vorteil liegt wohl in der Möglichkeit zur aktiven Ansprache von Talenten. Und zwar dort, wo sie in ihrer Freizeit unterwegs sind – in ihrem persönlichen Umfeld. So können auch Interessenten erreicht werden, die nicht aktiv auf der Suche nach einem neuen Job sind. Ist der Kontakt einmal hergestellt, kann schnell und unkompliziert interagiert und kommuniziert werden. #ActiveSourcing
Tipps:
Diese Inhalte helfen Ihnen für ihr Active Sourcing. Kostenloses eBook: Active Sourcing & Social Media Leitfaden: 6 Schritten zum Active Sourcing (von Lesern empfohlen) Interview mit Michaela Moser , Head of Sourcing bei epunkt und Active Sourcerin des Jahres 2019
Langfristige Bindung durch Social Media Netzwerke und Employer Branding
Der Austausch mit potenziellen Bewerbern dient wiederum dazu, langfristig ein Netzwerk aus Kontakten – einen Talent Pool – aufzubauen. Ein weiteres Plus für Unternehmen: In den sozialen Medien positionieren Sie sich besonders leicht als attraktiver Arbeitgeber. Denn dort findet modernes Employer Branding statt – beste Voraussetzung für eine langfristige Bindung von Mitarbeitern!
Follow us und blicke hinter die Kulissen. instagram.com/erecruiter_net/
Große Reichweite in der Social Media Zielgruppe
Social-Media-User geben auf Facebook und Co. jede Menge Daten preis. Anhand dieser Daten ist es möglich, Bewerber zu selektieren und Talente zielgenau anzusprechen. Fruchtet eine Werbestrategie, können mit guten Inhalten extrem hohe Reichweiten innerhalb der gewünschten Zielgruppe erzielt werden.
Noch besser: Die Ergebnisse von Maßnahmen des Social Media Recruitings lassen sich detailliert messen und analysieren. Dadurch können Sie Ihre Personalmarketing-Strategie laufend optimieren.
Die Vorteile von Social Media Recruiting liegen auf der Hand: persönliche Ansprache, langfristige Bindung sowie Employer Branding und große Reichweite.
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Social Media und relevante Herausforderungen fürs Personalmarketing
Wo es Chancen gibt, da bestehen auch Risiken. Die größten Herausforderungen im Social Recruiting sind:
Personen zu erreichen, die in ihrer Freizeit nicht aktiv auf Jobsuche sind
die richtige Zielgruppe auf der richtigen Plattform anzusprechen
eine unterhaltsame, kreative und direkte Art der Ansprache zu finden, die aus der Masse an Inhalten heraussticht
zu verstehen, wie man in sozialen Medien Aufmerksamkeit erhält (Know-how)
enge Zusammenarbeit mit allen Unternehmensabteilungen sowie Mitarbeitern
Fehler und Imageschäden zu vermeiden
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Soziale Medien: die wichtigsten Recruiting-Kanäle im Überblick
Welches soziale Netzwerk ist nun das richtige für Ihr Unternehmen? Diese Frage ist individuell zu beantworten und hängt insbesondere von Branche und Zielgruppe ab. Wenn Sie erst einmal Ihre Strategie und Ziele definiert haben, geht es an die Auswahl des Mediums. Folgende Zahlen und Fakten können bei der Entscheidung behilflich sein:
die 5 wichtigsten Social Media Recruiting Känäle
Facebook
verzeichnet die höchsten Gesamt-Nutzerzahlen
aktivste Altersgruppe: 25 – 34 Jahre
wenig präsent: Generation Z
Ab 2.000 Likes ist eine Jobseite für kostenlose Stellenanzeigen erstellbar.
Xing und LinkedIn
die zwei beliebtesten Karrierenetzwerke
am häufigsten für die aktive Suche nach Stellenangeboten genutzt
bei Unternehmen für Active Sourcing bevorzugt
LinkedIn-Nutzer aus den Bereichen Marketing, Kommunikation, Ingenieurswesen und IT
Xing-Nutzer tendenziell etwas älter und gut ausgebildete Fachkräfte
Instagram
Haupt-User: Generation Y und Z (13 – 34 Jahre)
Schüler, Studenten, Absolventen und Young Professionals
dank emotionaler Bild- und Videoinhalte optimal für Employer Branding geeignet
YouTube
zweitgrößte Suchmaschine der Welt
drittbeliebteste Social-Media-Plattform in der DACH-Region
ideal für authentische Video-Einblicke hinter die Kulissen des Unternehmens
ermöglicht niederschwelligen Erstkontakt mit potenziellen Mitarbeitern
wichtigste Zielgruppe: 14- bis 29-jährige
Möglichkeit, per Job-Ticker Stellenanzeigen direkt aufs Handy zu schicken
besonders heikel im Datenschutz – am besten mit Rechtsexperten abklären
Weitere Social Media Kanäle
Twitter: Nischenkanal für Journalisten, Politiker, Kulturtreibende und Sportler
Foren und Blogs: für die Ansprache spezieller Zielgruppen
Snapchat: besonders junge User, unter 20 Jahren
TikTok: Hauptnutzer zwischen 16 und 24 Jahren, hohes Wachstumspotenzial
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8 Tipps für erfolgreiches Social Recruiting
Beobachten: Was wird über Ihr Unternehmen in den sozialen Medien kommuniziert?
Planen: Erarbeiten Sie eine Strategie, bevor Sie Maßnahmen setzen!
Priorisieren: Fokussieren Sie zunächst auf ein bis zwei Kanäle!
Dranbleiben: Posten Sie regelmäßig Inhalte!
Teamwork: Binden Sie die Mitarbeiter Ihres Unternehmens mit ein!
Glänzen: Setzen Sie auf einen professionellen Auftritt!
Verknüpfen: Kombinieren Sie Recruiting- und sonstige Marketingmaßnahmen!
Werben: Bezahlte Anzeigen helfen, die Reichweite schnell zu steigern.
Fazit
Gut durchdacht, sind Social-Recruiting-Maßnahmen Erfolgsgaranten in Sachen Recruiting. Hohe Nutzerzahlen, riesige Datenmengen und effiziente Kommunikations- und Interaktionsmöglichkeiten – die Voraussetzungen zur Mitarbeitersuche könnten nicht besser sein. Wer weiß, wie man im Kampf um Talente positiv auffällt, hat viel zu gewinnen und kaum etwas zu verlieren.
Wir raten: Wenn Sie noch nicht auf Social Media Recruiting setzen, sollten Sie lieber heute als morgen damit beginnen!
* Um unsere Texte möglichst lesefreundlich zu gestalten, verzichten wir darin auf die gleichzeitige Verwendung von männlichen und weiblichen Sprachformen. Dennoch ist uns wichtig, dass sich alle von uns angesprochen fühlen. Daher verwenden wir die männliche und die weibliche Form im Wechsel. Damit sind immer alle anderen Formen gleichermaßen mitgemeint.
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